Clusterward
Sicherheit & Zugriff

Sicherheit ab Werk: RBAC, Pflicht-2FA und ein Audit-Log für alles

Jeder Nutzer hat eine Rolle und einen Anwendungsbereich, jede Anmeldung braucht einen zweiten Faktor, jede Änderung steht im Audit-Log. Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert und nie wieder ausgegeben.

Nutzer, Rollen und Audit-Log im Clusterward-Cockpit
Vereinfachte Ansicht im Clusterward-Cockpit: Nutzer, Rollen und Audit-Log
Illustration: vereinfachte Darstellung. In der Anwendung sehen Sie mehr Details und Optionen.
Kurz erklärt

Was Sicherheit und Zugriff in Clusterward bedeutet

Sicherheit in Clusterward beginnt bei der Anmeldung: benannte Nutzer mit Passwort und Pflicht-2FA per TOTP, Kontosperre und Ratenbegrenzung. Darauf sitzt RBAC: Jede Rolle vergibt pro Bereich eine Stufe von „kein Zugriff“ bis „verwalten“, dazu kommt ein Anwendungsbereich, der einen Nutzer auf seine Anwendungen und alles darunter begrenzt. Jede Route ist standardmäßig gesperrt, bis sie einer Berechtigung zugeordnet ist. Jede Änderung schreibt einen Audit-Eintrag mit Person, Aktion und Objekt, nie mit Geheimnissen. Und jeder Kunde erhält einen eigenen Workspace mit eigener Datenbank, eigenem Schlüssel und eigenem Backup-Bucket.

Auf einen Blick

Anmeldung
Passwort, Pflicht-2FA, Wiederherstellungscodes, Sperren
RBAC
Rollen mit Stufen pro Bereich und Anwendungsbereich
Audit
Jede Änderung mit Person, Aktion, Objekt
Geheimnisse
AES-256-GCM, schreibgeschützt, vor dem Speichern geprüft
Netz
IP-Allowlist pro Workspace, Cloudflare-bewusst
Isolation
Eigene Datenbank, Schlüssel und Bucket pro Workspace
Cluster
Operator nur in eigenen Namespaces, Umgebungen isolierbar
So läuft es ab

Was zwischen Nutzer und Cluster steht

  1. 01

    Anmelden

    Passwort plus TOTP-Code; nach zu vielen Versuchen sperrt das Konto.

  2. 02

    Adresse prüfen

    Die IP-Allowlist des Workspaces greift vor der Anmeldung, mit echter Client-Adresse.

  3. 03

    Rolle anwenden

    Die Route verlangt eine Stufe in einem Bereich; ohne Zuordnung ist sie gesperrt.

  4. 04

    Bereich prüfen

    Ein Nutzer sieht nur seine Anwendungen und alles, was darunter hängt.

  5. 05

    Protokollieren

    Die Änderung landet im Audit-Log, die Nachricht ohne Geheimnis im Kanal.

Was drin ist

Was Sicherheit in Clusterward konkret heißt

Keine Checkliste für später, sondern Voreinstellungen, die Sie nicht abschalten müssen.

Anmeldung und Konten

Zwei Faktoren für alle, Einladungen statt geteilter Passwörter.

  • Pflicht-2FA

    Jeder Nutzer richtet TOTP ein, bevor er arbeitet. Das Geheimnis liegt verschlüsselt, Anmeldeversuche sind pro Adresse begrenzt, Konten sperren sich nach Fehlversuchen.

  • Einladen statt Passwörter weitergeben

    Neue Nutzer bekommen einen Link, mit dem sie ihr Passwort selbst setzen. Auch der erste Administrator eines Workspaces startet mit einer Einladung.

  • Passwort vergessen, Handy weg

    Ein Link setzt das Passwort neu, zehn einmalige Wiederherstellungscodes ersetzen den Authenticator. Die 2FA bleibt immer Pflicht.

  • Sperren bei Angriffen

    Eine Adresse mit zu vielen Fehlversuchen wird eine Stunde gesperrt, bei Wiederholung einen Tag. Eine Anmeldung von einer neuen Adresse meldet sich per E-Mail beim Kontoinhaber.

  • Sitzungen mit Ablauf

    Eine Sitzung endet nach zwei Stunden ohne Aktivität und spätestens nach zwölf. Neue Passwörter brauchen mindestens 12 Zeichen, neue Wiederherstellungscodes gibt es nur mit dem aktuellen Code aus der Authenticator-App, und das Cockpit nimmt Änderungen nur von der eigenen Adresse an.

Rechte und Nachvollziehbarkeit

Jeder darf nur, was er braucht, und jede Aktion hat einen Namen.

  • Rollen und Anwendungsbereich

    Eine Rolle ist eine Matrix aus Bereichen und Stufen. Der feste Administrator hat alles, jede andere Rolle nur, was sie braucht; Rollen, Bereiche und API-Tokens vergibt jeder nur im Rahmen der eigenen Rechte. Ein Bereich beschränkt Nutzer auf ihre Anwendungen, Datenbanken und Buckets – samt Kunden-Läufen, Backups und Bucket-Schlüsseln.

  • API-Tokens mit festen Grenzen

    Tokens für CI-Pipelines tragen eine Rolle, einen Anwendungsbereich und ein Ablaufdatum. Sie können nie Tokens, Nutzer oder Rollen verwalten, nie Administrator sein, und jede Aktion steht unter ihrem Namen im Audit-Log.

  • Audit-Log

    Jede Mutation, jeder Download eines Dumps, jede Rotation eines Schlüssels: Person, Zeitpunkt, Aktion, Objekt. Werte von Geheimnissen stehen nie darin, nur ihre Art. Im Cockpit unter System → Audit-Log durchsuchbar und filterbar; eine Auditor-Rolle liest mit, ohne Nutzer zu verwalten.

  • Kundendaten nur lesend ansehen

    Die SQL-Konsole hat eine eigene Berechtigung, die aus keinem Datenbankrecht folgt. Sie fragt mit einem eigenen Lese-Login in einer Nur-Lese-Transaktion ab, und jede Abfrage steht mit Text, Zeilenzahl und Dauer im Audit-Log – nie mit Werten. API-Tokens können sie nicht nutzen.

Zugangsdaten und Secrets

Was einmal gespeichert ist, kommt nicht mehr heraus.

  • Zugangsdaten schreibgeschützt

    Scaleway-Schlüssel, Kubeconfigs, Git-Tokens und Datenbank-Admins werden vor dem Speichern geprüft, verschlüsselt abgelegt und nie zurückgegeben. Lesbar sind nur Anwendungsvariablen und Verbindungsdaten, die Sie kopieren müssen. Eintragen und Rotieren verlangt die Stufe „verwalten“ – ebenso jede Änderung daran, wohin ein gespeicherter Schlüssel geschickt wird.

  • Secrets, die niemand ausliest

    Secrets sind ab dem Speichern nur noch überschreibbar, auch für Administratoren. Auf Wunsch liegen sie im Scaleway Secret Manager Ihres Projekts, mit Versionen und Rotation.

Netz und Cluster

Wer den Workspace und die Kubernetes-API erreicht – und was im Cluster darf.

  • IP-Allowlist

    Ein Workspace begrenzt sich auf Adressbereiche; die Prüfung kennt Cloudflare-Adressen und lehnt gefälschte Header ab. Ein Aussperren der eigenen Adresse wird verhindert.

  • API-Zugriff des Clusters

    Die Karte am Cluster zeigt, welche Adressen die Kubernetes-API erreichen dürfen. „Meine IP hinzufügen“ ersetzt nach einem IP-Wechsel den Weg in die Scaleway-Konsole.

  • Isolierte Umgebungen

    Mit einem Klick bekommt eine Umgebung Netzwerk-Richtlinien: Nur die Ingress-Controller und die eigenen Pods kommen hinein, der Metadaten-Dienst der Nodes bleibt unerreichbar. System → Sicherheit zeigt, welche Umgebungen noch offen sind. Kommt ein Ingress-Controller hinzu oder fällt einer weg, passen sich die Richtlinien selbst an; wer die Stufe „verwalten“ hat, hebt die Isolation wieder auf.

  • Operator nur in eigenen Namespaces

    Die Cluster-Identität liest den Cluster ohne Secrets und schreibt nur in den Namespaces, die sie für Ihre Umgebungen angelegt hat; Richtlinien im Cluster halten das fest. Admin-Zugriff für Add-ons gilt eine Stunde, Builds pushen mit einem Schlüssel nur für die Registry. Ab Kubernetes 1.30.

  • Gehärtete Workloads

    Pods mit Seccomp, ohne Privilegien-Eskalation und ohne Capabilities. Die Namespaces Ihrer Umgebungen laufen mit Pod Security „baseline“; wo ein laufender Pod noch dagegen verstößt, meldet das Cockpit es, statt ihn zu stoppen.

Standards statt Eigenbau

Wie Clusterward selbst gebaut ist

  • Kein Cloud-SDK

    Scaleway, Cloudflare und Kubernetes werden über ihre HTTP-APIs angesprochen; die Abhängigkeiten bleiben klein.

  • Verschlüsselung

    AES-256-GCM pro Workspace mit einem eigenen, vom Plattformschlüssel umhüllten Datenschlüssel.

  • Isolation

    Eigene Datenbank und eigener Backup-Bucket pro Workspace, keine gemeinsamen Tabellen.

  • Standort

    Betrieb bei Scaleway in der EU durch die BitKollegen GmbH.

Was sich ändert

Zugriff mit und ohne Clusterward

Fakten

Rollen: Bereiche und Stufen

Eine Rolle vergibt pro Bereich genau eine Stufe. Dazu kommt „alle Anwendungen“ oder eine Liste eigener Anwendungen.

StufeErlaubtBeispiel
kein ZugriffNichts in diesem BereichEntwickler ohne Cluster-Einblick
ansehenLesenSupport liest Deployments und Logs
bedienenAlltag: deployen, neu starten, anlegenEntwickler rollt seine Anwendung aus
verwaltenLöschen, Zugangsdaten eintragen, Upgrades, Helm-Charts schreibenTeam-Lead verwaltet Cluster
AdministratorAlles, fest, nicht editierbarBetreiber des Workspaces
Weiterführend

Sicherheit im Zusammenspiel

Die eingeschränkte Operator-Identität entsteht beim Cluster-Provisioning; gehärtete Pods und NetworkPolicies gehören zu Deployments.

Wo Ihre Daten liegen und warum der Betrieb in der EU eine Entscheidung ist, lesen Sie unter Digitale Souveränität. Die Antworten auf DSGVO-Fragen und der Auftragsverarbeitungsvertrag stehen im Kontakt bereit.

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FAQ

Häufige Fragen zu Sicherheit & Zugriff

  • Ja, für jeden Nutzer, ohne Ausnahme. Beim ersten Anmelden wird ein TOTP-Geheimnis eingerichtet, das verschlüsselt liegt. Ohne zweiten Faktor gibt es keinen Zugang zum Cockpit und keinen Zugriff auf die API.

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns, wir antworten in der Regel am selben Werktag.

Frage stellen

Sicherheit im Detail besprechen

In der Demo zeigen wir Rollen, Audit-Log und Isolation an einem echten Workspace und beantworten Ihre Fragen zu DSGVO und AVV.